Ich dachte ich wäre angekommen, ich dachte ich bin am Ziel. War es im August 1974 nur ein Urlaubsflirt und war es Sylvester 1975 nur ein kurzes Wiedersehen, so sollte es doch 30 Jahre später eine Happy-End-Geschichte sein.
Kaum hatte ich sie wieder gefunden, war meine Depression und mein Alkoholdrang wie weggeblasen. Ich war glücklich und schwebte auf Wolke 7 und ich konnte ohne Alkohol tief und fest schlafen. Was ich nicht wahrhaben wollte, war die Tatsache, dass ich von einer Sucht in die andere Sucht gewechselt bin.
Welcher glückliche Mensch gibt schon zu, dass er sich in einer Täuschung befindet. Ich war auch noch so doof mich zu offenbaren und erzählte ihr, dass ich als Kind ein schreckliches Trauma hatte, wo ich für 6 Monate in einem Zimmer weggesperrt wurde. War ich alleine drehte ich durch und brauchte Alkohol, hatte ich eine Partnerin war ich wieder glücklich.
Den Charakter eines Menschen lernt man dann kennen, wenn man ihm absolut ausgeliefert ist. Mein Roman soll keine Schlammschlacht und auch kein schmutzige Wäsche waschen sein.
Nach ein paar Monaten in dieser Fernbeziehung ( sie lebte 450 km weg) wurde mir schon klar, dass sie mit meinen Gefühlen spielt, aber sollte ich wieder in die Trunksucht zurück fallen ?
Und so beschloß ich, diese Bezeihung als eine Art ABHÄRTUNG zu sehen. Die Dame triggert mich und ich muss lernen ERWACHSEN zu werden.